2026 plant die Galerie ALTENAU 04 und der verein ArtAue e.V.zwei Ausstellungen.

Im Mai: Tobias Gellscheid „Der Holzstich lebt“

Im September: ERNA  „Zwischenhalt“

Tobias Gellscheid


Der Verein ArtAue e.V. plant für den Mai 2026 in der Galerie ALTENAU 04 eine Ausstellung mit Arbeiten des Holzstechers Tobias Gellscheid aus Halle/ Sa.


Kurzvita


Tobias Gellscheid geboren 1983 in Pößneck
2000 Schulabschluss in Pößneck
2000 – 2003 Ausbildung zum Holzbildhauer, Flensburg
2007-2008 Freischaffend als Holzbildhauer, St. Ulrich/Südtirol
2008-2009 Restaurator auf Schloss „Zur fröhlichen Wiederkehr“, Trockenborn-Wolfersdorf
2009-2015 Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle/Saale

seit 2011 Künstlerischer Mitarbeiter, Landesamt für Denkmalpflege & Archäologie, Halle/Saale
2013-2014 Erasmus Stipendium, Art Academy of Latvia, Riga/Lettland
2015 Diplom bei Prof. Thomas Rug, Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle/Saale

2018 Künstlerischer Mitarbeiter, Landestheater Neustrelitz, Mecklenburg Vorpommern


Tobias Gellscheid, *1983 in Pößneck, arbeitete nach der Ausbildung zum Holzbildhauer in Flensburg bis 2008 als freischaffender Bildhauer in St.Ulrich in Südtirol. Von 2009 bis 2015 studierte er an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle Graphik bei Prof. Thomas Rug. Seit 2021 ist er Meisterschüler von Prof. Christian Weihrauch an der HGB Leipzig. Anlässlich der Ernennung zum 20. Mainzer Stadtdrucker wurden Tobias Gellscheids Arbeiten im Gutenberg Museum gezeigt.

Tobias Gellscheid interessierte sich bereits während des Studiums besonders für die fast vergessene Technik des Holzstichs und ist nun ein Spezialist für diese Hochdruckrarität. Seine Motive findet er unter anderem in fotographischen Zeugnissen der Popkultur, die er collagenhaft in seinen Arbeiten einsetzt. Die handwerklich perfekten Holzstiche Gellscheids besitzen eine intensive Dynamik und sind geprägt von geradezu rauschhaften Emotionen.Der Künstler lebt und arbeitet in Halle.


Den 12. Nordhäuser Grafikpreis 2022 erhielt Tobias Gellscheid aus Halle für seine außergewöhnlichen Holzstiche.

Tobias Gellscheid wurde 1983 in Pößneck geboren, studierte nach seiner Ausbildung zum Holzbildhauer von 2009 bis 2015 in der Grafikklasse der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Während seines Studiums fokussierte sich Gellscheid auf das Holz, insbesondere die fast vergessene Technik des Holzstichs. In seinen erzählerischen Werken geht er offensiv mit der Kunstgeschichte um.

Sein großformatiger Holzstich „Rest“ aus dem Jahr 2019 befasst sich auf ironische Weise mit der Ikone der deutschen Druckgrafik, den apokalyptischen Reitern Albrecht Dürers. Durch Belassen der Dürer‘schen Grundkomposition und der Retusche von Reitern und deren Opfern - nur noch die Krone ist erhalten - entsteht eine postapokalyptische Szenerie. Auch in dem Holzstich „Nutze den Tag“ adaptiert Tobias Gellscheid kunstgeschichtliche Motive und setzt so den alten Sensenmann spielerisch-ironisch auf einen Mähdrescher, der das Korn oder noch mehr schneidet.

In den Holzstichen „Dusk I und II“ baut Gellscheid die Bilder kompositorisch in verschiedenen Ebenen auf, wobei es sich eigentlich um verschiedene Zeitebenen handelt. Das Jetzt ist statisch: ein fast fotorealistisches Gebäude. In einer anderen Zeitebene: Ein Bauer mit Pflug und Ochsengespann – eine Szene die wie in Langzeitbelichtung einer Kamera nur schemenhaft durch das Bild „pflügt“. Wie im Zeitraffer ist auch der Himmel dargestellt, der wie von Kometenschwärmen durchschossen wird. Auf dem Blatt „Dusk I“ scheint der Baum im Zentrum wie ein Feuerwerk zu explodieren. Schnelligkeit kontra Langsamkeit? Tobias Gellscheid erzählt in seinen Arbeiten Geschichten und spielt offensiv mit der Kunstgeschichte, in dem er die künstlerische Vergangenheit absorbiert, aber daraus Neues und Surreales erschafft.

Einzelausstellungen


2020

Scream with a view, Galerie Thaler, Spinnerei Leipzig

2019

Der mit dem Hirsch tanzt, mit Karl Georg Hirsch, Hoch+Partner, Leipzig

2017

Response, mit DURA, Galerie Bernau, Bernau bei Berlin

2016

Widerhall, Eisfabrik Weiße Halle, Hannover


Preise / Stipendium


2020 Preisträger Lucas-Cranach-Preis

2018 Kunstpreis MAINZER STADTDRUCKER

2018 Preisträger 2.Platz Grafik-Triennale, Kunstverein zu Frechen

2017/2018 Arbeitsstipendium, Kunststiftung Sachsen-Anhalt

2015 Preisträger der Leipziger Buchmesse 2015, Leipzig

2003 Landessieger als Holzbildhauer, Schleswig Holstein


Ankäufe


2020 Museum of Fine Art Reutlingen

Staatskanzlei und Ministerium für Kultur Sachsen-Anhalt

2019 Städtische Galerie Bietingheim-Bissingen

2018 Kunstverein Frechen

2017 Stadt Reutlingen


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